Was sind biblische Erzählfiguren?

Es sind Figuren, die durch ihr Sisaldrahtgestell beweglich sind. Die sichere Standfestigkeit erhalten sie durch ihre Bleifüße. Der Kopf, aus Hartschaum, ist individuell geformt und das Gesicht nur angedeutet. Das ist wichtig, um der eigenen Interpretation und Phantasie einen möglichst großen Freiraum zu lassen. Aus diesem Grund haben die Figuren auch keine aufgemalten Gesichter. Durch unterschiedliche Körperhaltungen werden individuelle Gefühle zum Ausdruck gebracht. Verschiedene Kleidung und Haltung können mit einer Figur unterschiedliche Personen darstellen.

                              Eine Figur, drei verschiedene Frauen:


Maria, die das Kind unter ihrem Herzen trägt.

                          Maria, Schwester von Martha und Lazarus.

                                                                          Maria, auf dem Weg zum Grab.

Wozu biblische Figuren?   

Die Figuren ermöglichen einen ungewöhnlichen Zugang zu biblischen und anderen Geschichten. Gestellte Szenen erleichtern dem Betrachter die Identifikation mit den Gestalten der Geschichten und deren Aussagen. Werden sie bewegt und in Szene gesetzt, können sie den Zugang zum Geschehen auf eine neue Weise eröffnen. Ähnlich wie beim Rollenspiel ist die eigene Identifikation mit der Gestalt aus einer Geschichte gegeben.

Erzählfiguren sind gut einzusetzen in der Gemeindearbeit, z.B. bei Bibelarbeiten, in Gesprächsrunden, im Gottesdienstes und Kindergottesdienst, im Kommunion-, Firm- und Konfirmandenunterricht. Der Einsatz der Figuren unterstützt eine ganzheitlich religiöse Erziehung, zu Hause ebenso wie in einer Einrichtung. So sind biblische Erzählfiguren eine große Bereicherung für die Arbeit im Kindergarten und in der Schule sowie für heilpädagogische und therapeuthische Arbeitsbereiche.